| Wegen fehlendem Vertragsverhältnis: Klassik Radio muss das Kabelnetz verlassen Heidelberg - Der Augsburger Radiosender "Klassik Radio" wird ab sofort nicht mehr im Kabelnetz von Kabel BW zu hören sein. Auf Grund eines seit weit über einem Jahr fehlenden Vertragsverhältnisses sieht sich Kabel BW leider gezwungen, die Verbreitung des Senders einzustellen. Kabel BW hatte Klassik Radio mehrfach die Möglichkeit eingeräumt, den Vertrag nachträglich zu unterschreiben - wie dies alle übrigen Sender getan haben. Da sich Klassik Radio unverändert geweigert hat, die mit der Verbreitung des Programms durch Kabel BW fälligen Gebühren zu bezahlen, hat Kabel BW seit Mai schrittweise die Verbreitung des Programms von Klassik Radio in einzelnen Gebieten eingestellt. Zu jedem Zeitpunkt gab und gibt es für Klassik Radio die Gelegenheit, die fehlende Vereinbarung abzuschließen und so wieder für eine vollständige Verbreitung im baden-württembergischen Kabelnetz zu sorgen. "Wir bedauern diesen Schritt sehr, denn die Klassik Radio AG macht mit Klassik Radio ein hochkarätiges Programm, das wir gerne weiterhin unseren Kunden im Kabel zur Verfügung gestellt hätten", erläutert Dr. Sven Weißenfels, zuständig für die Kabel BW-Programmplanung. "Seit weit über einem Jahr liegt der Klassik Radio AG der allgemeine Einspeisevertrag für die Verbreitung ins Kabelnetz vor, seit einem Jahr weigert sich deren Vorstand, den Vertrag zu unterschreiben", so Weißenfels. Im Jahr 2005 hatte Kabel BW mit den beiden bundesweiten Radio-Verbänden VPRT und VPRA für deren Mitgliedssender auf Grund des geänderten Landesmediengesetzes einheitliche Verträge mit einheitlicher Entgeltregelung für die Radio-Verbreitung im Kabel ausgehandelt. Diese Vereinbarung wurde in Baden-Württemberg von allen Radiosendern akzeptiert und unterschrieben - mit Ausnahme der Klassik Radio AG. "Gerade auch unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung ist es unseren wichtigen regionalen Radio-Partnern nicht zu vermitteln, warum sie für die Einspeisung ins Kabelnetz Entgelte zahlen müssen, Klassik Radio aber nicht." Die frei gewordene Frequenz wird vorerst nicht neu belegt. "Wir hoffen immer noch darauf, dass Klassik Radio seine Fans in Baden-Württemberg nicht im Regen stehen lässt und einlenkt. Die Tür bei Kabel BW steht noch offen", erläutert Dr. Weißenfels. |
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